Die Benennung solcher Vorkommnisse ist sicher erst später aufgekommen, aber passt jetzt gut zu Ostern. Die sogenannten "Easter Eggs".
Der Wilhelmsschrei (”Wilhelm Scream”) ist ein legendärer Soundeffekt aus einer kommerziellen Soundbibliothek.
Er klingt erschrocken, schmerzerfüllt und ultimativ. Dabei sollte er sich eigentlich nur so anhören, als würde ein Mann von einem Alligator gebissen. Damals, im Jahre 1951.
Denn in diesem Jahr ist der Ur-Schrei entstanden - für den Film "Die Teufelsbrigade", einen Western mit Gary Cooper: In einer Szene waten Soldaten durch einen Fluss in den Everglades. Plötzlich wird einer von ihnen von einem Alligator angegriffen. Er schreit lauthals, wird unter Wasser gerissen und taucht nie wieder auf. Doch es ist nicht der Schrei des Schauspielers, der im Film zu hören ist. Das "Aaaaaaaarghh!" wird erst später in einem Tonstudio aufgenommen und dann dem Soldaten in den Mund gelegt. So viel ist sicher. Wer jedoch den Schrei ausgestoßen hat, wird lange ein Geheimnis bleiben.
Der Schrei tauchte danach in zahllosen weiteren Filmen auf. Zusammen mit einer bestimmten Aufnahme eines Adlerschreis (die in fast jedem Film mit endlosen Weiten oder dem Grand Canyon vorkommt) ist der Wilhelmsschrei das vermutlich berühmteste Soundklischee der Mediengeschichte.
Immer wieder taucht der Schrei in neuen Filmen auf (es gibt eine Liste, die momentan 149 Titel aufzählt.
Hier einÜberblick aus den Jahren 1953-2007. Es fängt mit dem Film an, der dem Schrei den Namen gegeben hat (”Charge at Feather River”), denn hier ist es Wilhelm, der diesen Schrei loslässt:



