Der Michel im März

Dieses mal hat unser Michel des Monats zwar keinen Hut auf aber er zeigt doch eine gewisse Männlichkeit. Er geht seinen eigenen Weg, soweit das eben möglich ist auf seiner Linie die ihm sein Zeichner vorgibt, kann aber ihm gegenüber auch ganz schön ungemütlich werden wenn nicht alles nach seiner Nase läuft. Der für viele unvergessene la linea.

Oben sehen Sie ein ganz typisches Filmchen aus dem Jahr 1976.
Weitere Filme gibt es hier bei youtube!

„Geboren“ wurde La Linea 1969, als Cavandoli im Auftrag des italienischen Küchengeräteherstellers Lagostina auf der Suche nach einer graphischen Konzeption für einen Werbespot war. Als gelernter Cartoonist suchte er nach einer neuen und einfachen Idee, die alles bisherige über Bord warf. Farbigkeit und Detailliertheit sollten auf Schlichtheit und Geradlinigkeit reduziert werden. Wichtig waren ihm nur ständige Aktion und Bewegung:

    „Ich starrte also auf das weiße Papier und fing an herumzukritzeln. Meine Hand mit dem Stift war ständig in Bewegung und zog vor meinen Augen Linien. Als ich die Linien insgesamt betrachtete, merkte ich, dass der beste Einfall war, alles auf eine einzige Linie zu reduzieren, und mit dieser einen Linie alles, was ich erzählen wollte, auszudrücken.“

So entstand das cholerische und doch charmante, ständig quatschende weiße Linien-Männchen auf schwarzem Hintergrund, das seinen Schöpfer nur zu Beginn betont herzlich begrüßt.

Mit La Linea erschienen mehrere Bücher und zahlreiche Illustrationen für Zeitschriften. Die Figur ziert etliche Poster und Kalender und wird in vielen Museen ausgestellt. 1978 und 1988 entstehen mit sexlinea und eroslinea abgewandelte Animationen, mit denen die Beziehung zwischen Mann und Frau dargestellt wird. 1992 entstand die Serie Olympic Games.
<< zurück | 01.03.2009 - 16:15 - © by Webmaster
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