Der Michel im Juli

Der Michel geht diesen Monat ganz klar an ein Aufstehmännchen, dass uns bereits seit unserer Sturm & Drang Zeit immer wieder dezent von hinten anstößt: "Hier bin ich wieder! Schau mal, wen ich alles mitgebracht habe..."

Gemeint ist natürlich Harrison Ford, der schon in der Star Wars Saga durch sein unglaublich überzogenes Machotum einen echt kerniges Gegenstück zu den sonst eher butterweich gezeichneten Filmcharakteren darstellte.

"Geh 'mer in den neuen Indianerjones?" fragte mich neulich mein Sohn, um der drückenden Sommerhitze für ein Weilchen zu entfliehen und ich war  mir nicht sicher, ob ich nicht meinen wilden Jahren schon zu weit entwachsen war, um eine weitere Auferstehung des Mannes ohne Furcht und Tadel mit der gleichen Begeisterung zu folgen wie damals.

Sicher, das Strickmuster der exotischen Umgebung und der hartnäckigen Suche nach einem schier unglaublichen und umso besser gehüteten Schatz ist unverändert und zeitweilig auch spannend geblieben. Meine Begeisterung galt jedoch diesmal ausnahmsweise nicht den sündhaft teuer aussehenden special effects, sondern dem Hauptdarsteller.

Warum? Wir beide haben etwas gemeinsam durchgemacht. Wir sind älter geworden, aber haben durchaus noch spleenige Ziele, denen es nachzugehen lohnt! Ich wäre furchtbar enttäuscht gewesen, wenn der Charakter von, wie immer wieder in den Bond-Filmen durchexerziert, einem regelmäßig ausgetauschten Jüngling ersetzt worden wäre.

That's life! Thank you, Indianerjones. Dafür, dass Du in Ehren eine Menge Falten bekommen hast und für die Fun Generation wie ein alter Sack dastehst- aber wenn Du stehst, dann wie eine Eins ;-)



<< zurück | Update: 17.03.2009 - 20:44 - © by Stefan Greune