Ähnlich wie im Juli sind die herausragenden Leistungen der Michels momentan schwer auszumachen – anders ist es mit den beklagenswerten Leistungen! Doch in das allgemeine Stammtisch-Lamento einzustimmen, das ist nun auch nicht meine Laune – so bleibt mir, ein Zeichen zu setzen: für all´ diejenigen, die sich eben nicht großartig hervortun, nicht im Eigenmarketing verglühen und schlicht die Klappe halten, wenn es darum geht, am Stammtisch (oder an der Theke der Szene Bar!) groß zu schwadronieren!
Die Lebensmitte überschritten, den Odltimer in der Garage und halbwegs gesunde Kinder – doch die Midlife-Crisis stets im Blick: das sind die Realitäten, die sich dem „normalen“ Michel doch heute stellen!
Die einen wollen „es“ nochmal wissen, reissen aus, lassen sich scheiden, brennen mit einer Zwanzigjährigen durch – nur um festzustellen, daß „de olle a an Schloog ham!“(für Nicht-Bayern: "die auch alle einen "Hau wech" haben!"): ist das ein Gewinn?
Die anderen lassen es ruhiger angehn, warten ab, fragen sich, was dieser „Hunger nach Abenteuer“ noch soll, jetzt, wo die Lebensmitte überschritten ist... Fragen auf dem dem Weg zur Arbeit, von der Arbeit – doch zur Arbeit fahren sie alle: pflichtbewußt, solide und verlässlich! Wie ein Uhrwerk aus der Schweiz. Das sind sie, die „Anderen“, die „Unscheinbaren“, die „Verlässlichen“. Mit „denen“ kann „frau“ einen Staat machen, eine kluge Frau weiß das auch. Aber die sind selten und schwer zu finden.
Warten wir auf den September.






